Der Nordost-Quartierverein hatte konnte in den Jahren vor 2008 einen stetigen Mitgliederschwund zu verzeichnen. Neue Mitglieder zu einem Beitritt zu bewegen, war sehr schwierig. So kam die Idee einer Fusion mit unserem grösserem Nachbarn, dem Qaurtierverein Langgass-Heiligkreuz, auf. Die Idee kam auf breiter Basis gut an. Mit der jeweiligen Zustimmung der Quartiervereine (Langgass-Heiligkreuz am 14.3.2008, Nordost-Quartierverein 24.4.2008) war die Fusion beschlossene Sache. Der Name lautet neu Quartierverein Nordost-Heiligkreuz.

Geschichte des Quartiervereins Langgass-Heiligkreuz

Am Anfang stand die, am 9. März 1878 gegründete „Strassenbeleuchtungs-Gesellschaft Langgass-Heiligkreuz“. Ihr Zweck bestand darin, auf Kosten der Anstösser ein öffentliche Beleuchtung zu installieren und zu betreiben. Der Betriebsstoff für die Lampen bestand aus Lampenöl. Dies bedingte, dass die Lampen von einem Lampenanzünder instand gehalten, nachgefüllt, abends angezündet und morgens abgelöscht werden mussten.

Per Verordnung vom 1. Januar 1891 trat das, vom Tablater Rat erlassene Reglement in Kraft, das die Beleuchtung der öffentlichen Strassen und Plätze zur Gemeindesache erklärte. Damit war die Aufgabe der Strassenbeleuchtungs-Gesellschaft Langgass-Heiligkreuz erfüllt.

An der Hauptversammlung vom Sonntag, den 12 April 1891 wurde die Strassenbeleuchtungs-Gesellschaft aufgelöst, und ging nahtlos in den am gleichen Abend gegründeten „Quartierverein Laggass-Heiligkreuz“ über. Schon damals war es Ziel und Aufgabe des Quartiervereins die Lebensqualität im Quartier zu erhalten und zu verbessern (dazu gehörte bis 1899 z.B. auch das Einziehen von Gebühren für die Abfuhr und das Spritzen der Strassen gegen Staub), die Interessen des Quartiers gegenüber den städtischen Behörden und der Verwaltung wahrzunehmen und zu vertreten, die zwischenmenschlichen Beziehungen und die persönlichen Kontakte zu fördern und zu pflegen.

Die letzte noch in Betrieb stehende Gaslaterne in der Stadt St. Gallen steht im Lukaspärkli am Beginn der Lukasstrasse. Auch diese Laterne ist im Besitz des Quartiervereins und wird von unserem Lampenwart instand gehalten und betrieben. Deshalb verwundert es nicht, dass die Gaslaterne als „Markenzeichen“ für unseren Verein gewählt wurde.

Ein weiterer Meilenstein war das erstmals 1982 erschienene Quartierblatt. Mittlerweile sind die Quartiernachrichten mit ihren vier Ausgaben im Jahr fast nicht mehr wegzudenken. Ab Sommer 2003 präsentiert sich der Quartierverein auch im Internet. Damit kann sich ein weiterer Kreis von Interessierten über unser Quartier informieren.

Geschichte des Nordost-Quartiervereins

Um die Wende zum 20. Jahrhundert erlebte die Stadt St. Gallen eine einzigartige Wachstumsphase, ausgelöst und getragen durch die florierende Stickereiindustrie. Überall entstanden neue Strassen und Quartiere und grosszügige öffentliche Bauten.

Auf der Ostseite der Stadt glaubte man, zu wenig von dieser Entwicklung zu profitieren. Jedenfalls herrschte ein grosses Unbehagen angesichts der Tatsache, "dass dieser Stadtteil bei der Errichtung öffentlicher Institutionen und der Erstellung von Strassenzügen seit Jahren in stiefmütterlicher Weise von der Behörde behandelt worden" war. Die Mitglieder des Eisenbahnkomitees für den Ostbahnhof (St. Fiden) gründeten deshalb 1902 ein sog. Initiativ-Komitee zur Schaffung eines eigenen Quartiervereins. An der gutbesuchten Gründerversammlung im Saal des "Schützengarten" vom 23. April schrieben sich bereits 63 Personen als Mitglieder des neuen "Quartiervereins Nordost" ein. Die ursprüngliche Absicht, einen Ostquartierverein ins Leben zu rufen, musste fallengelassen werden, da im Linsenbühl bereits ein eigener Verein bestand.

Mehr über den Nordost Quartierverein ist aus dem 32-seitigen Buch "100 Jahre Nordost Quartierverein St. Gallen 1902 -2002" von Armin Eberle zu entnehmen. Diese Broschüre kann unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. bestellt werden. Die Kosten betragen CHF 15.00.

Selbstverständlich kann diese Broschüre auch bei der Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen ausgeliehen werden.